Fruchtsäuren und deren Derivate haben vielfältige
Funktionen, v.a. im Bereich der Lebensmittel und Pharmazie, aber auch in
technischen Bereichen. Als kleine Auswahl seien einige Beispiele genannt:
- Säuerungsmittel (äußerst vielfältige Anwendung)
- Gasentwickler (Brausetabletten, Backtriebmittel, blowing agent für
Schaum-Kunststoffe)
- Komplexierungsmittel (Haltbarkeitsverbesserung von Lebensmitteln und
Pharmazeutika)
- Weichmacher für Kunststoffe (Bereich Lebensmittelverpackung, Medizintechnik, Pharmazie und Spielzeug)
- Feuerlöschmittel (Fettbrände und andere Spezialanwendungen)
Je nach Einsatzfall muss ein und derselbe Stoff unterschiedliche Funktionen wahrnehmen. Daraus folgen oft erhebliche Unterschiede in den dazu notwendigen Stoffeigenschaften. Diese wiederum lassen sich in teilweise hohem Maße durch Variation der mechanischen und physikalisch-chemischen Parameter einer Substanz beeinflussen und für viele Anwendungsfälle optimieren.
Als Beispiel sei ein Alkalicitrat genannt, welches durch Wahl der Produktionsbedingungen auf mehrere Anwendungsfälle adaptiert werden kann:
- Optimierte, hohe Lösungsgeschwindigkeit zur Anwendung in Brausetabletten
- Definierte Zersetzungstemperatur zur Anwendung in blowing agents für
Schaum-Kunststoffe
- Definierte Kornstruktur und Schüttdichte zur Anwendung in Pulvermischungen, z.B.
zur Tablettierung
Kontinuierliche Kristallisationsprozesse werden durch eine Vielzahl von Parametern beeinflusst. Das Zusammenspiel der Prozess-Parameter ist komplex, die Auswirkung einzelner Veränderungen anfangs manchmal unerwartet. Das bietet allerdings die
Möglichkeit, durch gezielte Einflussnahme die Produkteigenschaften zu steuern. Zur Klärung solcher Effekte steht langjährige praktische Erfahrung am Institut
zur Verfügung.